Antisemitismus darf in Köln keinen Raum haben

Sehr geehrter Herr Rabbiner Brukner,

mit Bestürzung hat der Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Tel Aviv der Kölner Presse entnehmen müssen, dass Sie als Fahrgast in öffentlichen Kölner Verkehrsmitteln antisemitischen Pöbeleien und Beleidigungen ausgesetzt waren und deshalb zukünftig darauf verzichten werden, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.

Dass antisemitische Einstellungen und Straftaten in unserem Land zugenommen haben, hat nicht zuletzt der Antisemitismusbericht der Bundesregierung von 2017 dokumentiert. Deshalb hat der Kölner Rat im vergangenen Jahr die Resolution „Antisemitismus erhält in Köln keinen Raum“ verabschiedet. Auf diesem Hintergrund macht es besonders betroffen, was Ihnen gerade in Köln widerfahren ist und wir möchten Ihnen unsere uneingeschränkte Solidarität aussprechen.

Die Kölner Resolution gegen Antisemitismus kann ihre Wirksamkeit nur entfalten, wenn die Menschen in dieser Stadt hinter ihr stehen. Wir unterstützen den Beschluss des Kölner Rates, jeder Form von Antisemitismus entgegen zu treten und fordern auch die Stadtgesellschaft auf, nicht mehr wegzuschauen und wegzuhören, sondern antisemitischen Angriffen mutig zu begegnen. Als Anregung empfehlen wir als erstes der KVB, sich geeignete Maßnahmen zu überlegen, um Pöbeleien und Beleidigungen gegenüber Juden und Jüdinnen in ihren Bahnen und Bussen zu ächten.

Mit freundlichen Grüßen

Schalom

Monika Möller, Vorsitzende

 

 

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